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Chinesische Zentralbank senkt Zins für einjährige Kredite

18.2.2020 12:52 Uhr

In China bekämpft auch die Notenbank die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise. Dazu gab sie am Montag neues Zentralbankgeld zu einem niedrigeren Zinssatz an die Banken aus. Wie die Notenbank in Peking mitteilte, wurden Kredite für 200 Milliarden Yuan (rund 26 Milliarden Euro) mit einer Laufzeit von einem Jahr an die Geldhäuser ausgereicht.

Der Zins wurde um 0,1 Prozentpunkte auf 3,15 Prozent gesenkt. Darüber hinaus vergab die Notenbank Liquidität für sieben Tage über 100 Milliarden Yuan.

Moderates Volumen der Liquiditätszufuhr

Die Geldspritzen der Zentralbank sind nicht die ersten ihrer Art. Schon in den vergangenen Wochen hatten die Währungshüter Extraliquidität an die Banken ausgereicht. Allerdings hält die Notenbank an ihrem vorsichtigen Kurs fest, wie das moderate Volumen der Liquiditätszufuhr zeigt. Zieht man am Montag fällig werdende Geldspritzen ab, ergibt sich sogar ein Liquiditätsentzug von 700 Milliarden Yuan.

Der vorsichtige Kurs der chinesischen Notenbank ist Folge gegensätzlicher Wirtschaftsrisiken. Zum einen versucht sie, die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus-Ausbruchs kleinzuhalten. Zum anderen will sie die Folgen ihrer lockeren Geldpolitik wie Vermögenspreisblasen nicht zu groß werden lassen.

(an/dpa)

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