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Chinesische Staatszeitung warnt nach Özil-Kritik vor "ernsthaften Folgen"

16.12.2019 10:58 Uhr

Am Freitagabend postete der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil eine Kritik an der Uiguren-Verfolgung in China. Dieses Posting sorgt für ernsthafte Verstimmungen zwischen China und seinem Club, dem FC Arsenal.

Die "Global Times", Sprachrohr der chinesischen Kommunistischen Partei, warnte am Montag, die Äußerungen des 31-Jährigen würden "ernsthafte Folgen" für dessen Verein FC Arsenal haben. Sie schrieb von einem "närrischen Auftritt" Özils und bezeichnete den Fußball-Star als "verwirrte und rücksichtslose Person", die ihren "Einfluss missbraucht".

Schweigen muslimischer Staaten angeprangert

Der türkischstämmige Fußballer hatte am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter die Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang kritisiert und das Schweigen mehrheitlich muslimischer Staaten angeprangert. Der FC Arsenal distanzierte sich von Özils Äußerungen und erklärte, er habe sich "immer an das Prinzip gehalten, sich nicht in die Politik einzumischen". Am Sonntag nahm der Staatssender CCTV die Live-Übertragung des Spiels zwischen dem FC Arsenal und Manchester City aus dem Programm.

Stellungnahme des chinesischen Fußballverbands

Die Auseinandersetzung könnte für den FC Arsenal und die Premier League Auswirkungen im lukrativen chinesischen Markt haben. Die "Global Times" druckte am Montag zudem eine Stellungnahme des chinesischen Fußballverbands ab, in der es hieß, Özils Äußerungen hätten "nicht nur die chinesischen Fans verletzt, sondern auch die Gefühle des chinesischen Volkes".Experten werfen China massive Menschenrechtsverletzungen an den Uiguren vor. Mehr als eine Million Uiguren und andere Muslime befinden sich Menschenrechtsaktivisten zufolge in Umerziehungslagern der chinesischen Behörden. Nachdem die Regierung in Peking die Existenz der Lager zunächst bestritten hatte, spricht sie heute von "Berufsbildungszentren" zur Deradikalisierung.

(be/afp)

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