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Chinesische Chemiefabrik in Yancheng geschlossen

6.4.2019 10:06 Uhr

Wie der chinesische Staatssender CCTV berichtet, wurde die chinesische Chemiefabrik in Yangcheng, bei der bei einer Explosion 78 Menschen starben, geschlossen.

Dies hätten die Behörden der Stadt Yancheng in der östlichen Provinz Jiangsu beschlossen. Zudem sollten in der Provinz weitere Chemiefabriken geschlossen werden, so dass ihre Gesamtzahl bis zum Jahr 2020 in etwa halbiert werde, berichtete die chinesische Website "The Paper". Die Fabrik in Yancheng wird von Tianjiayi Chemical betrieben. Das Unternehmen hatte bereits in der Vergangenheit gegen Umweltrichtlinien verstoßen, wie aus Online-Dokumenten der Umweltbehörde von Yancheng hervorgeht. In den vergangenen Jahren wurden deshalb bereits Strafzahlungen gegen das Unternehmen verhängt.

Eines der schwersten Industrieunglücke Chinas

Die Explosion vom 21. März zählt zu den schwersten Industrieunglücken in China. Durch die Wucht der Detonation stürzten in dem Industriepark Xiangshui mehrere Gebäude ein, ein Großbrand brach aus. Mehr als 600 Menschen mussten nach der Explosion medizinisch behandelt werden. Anfang dieser Woche befanden sich nach Angaben der örtlichen Behörden noch 187 Menschen im Krankenhaus.In China kommt es immer wieder zu schweren Industrieunglücken. Sicherheitsvorschriften werden häufig nicht eingehalten. Bei einem der bislang schwersten derartigen Unglücke waren 2015 bei der Explosion von Chemikalien in der Hafenstadt Tianjin mindestens 165 Menschen ums Leben gekommen.

(be/afp)