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Chinas Wirtschaft verliert an Schwung

28.2.2019 22:15 Uhr

Im Februar ist die chinesische Industrieproduktion zum dritten Mal in Folge gesunken. Damit erreicht sie den niedrigsten Stand seit drei Jahren: Der Einkaufsmanager-Index, ein Messwert für Produktionsbedingungen, sank auf 49,2 Punkte. Damit blieb er unter der 50-Punkte-Marke, die Wachstum und Rückgang trennt.

"Unter dem Einfluss eines schwächelnden globalen Wirtschaftswachstums und verstärktem Protektionismus ist der Außenhandel unter großem Druck", sagte Zhao Qinghe vom nationalen Statistikamt der Volksrepublik.

Chinas Wirtschaft hatte in den vergangenen Monaten kräftig an Schwung verloren. Im Gesamtjahr 2018 lag das Wirtschaftswachstum bei 6,6 Prozent, dem schlechtesten Wert seit knapp drei Jahrzehnten. Das liegt auch an dem riesigen Schuldenberg, den das Land abbauen muss. Experten rechnen mit einer weiteren Verschlechterung in den kommenden Monaten.

Handelskonflikt belastet chinesische Wirtschaft

Auch der anhaltende Handelskonflikt mit den USA macht der chinesischen Wirtschaft weiter zu schaffen. In der vergangenen Woche sprachen Vertreter beider Länder allerdings von Fortschritten bei den Handelsgesprächen. US-Präsident Donald Trump kündigte daraufhin an, eine Zollerhöhung aufzuschieben. Er äußerte zudem die Hoffnung, bald ein Abkommen mit Chinas Präsident Xi Jinping unterzeichnen zu können.

(an/afp)