dpa

Chinas Präsident sieht "historische Chance" auf Einigung

10.1.2019 7:31 Uhr

Zuletzt waren die Beziehungen mit den USA wieder abgekühlt. Doch nun hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei seinem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping ein zweites Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt.

Kim habe versprochen, sein Land werde sich darum bemühen, "Ergebnisse zu erzielen, die von der internationalen Gemeinschaft begrüßt werden", berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Xi drückte demnach die Hoffnung aus, Kim und Trump würden bei einem solchen Treffen aufeinander zugehen.

Er sehe eine "seltene historische Chance" für eine Einigung auf der koreanischen Halbinsel, sagte Xi. Im vergangenen Jahr seien "wichtige Fortschritte" erzielt worden. Kim erklärte nach Angaben der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA, Pjöngjangs "grundsätzliche Position, eine friedliche Lösung durch Dialog zu verfolgen, bleibt unverändert". Nordkoreas Machthaber habe allerdings seine "Sorge" über den Stillstand in den Verhandlungen mit den USA ausgedrückt.

Xi reist "zu geeigneter Zeit" nach Nordkorea

Kim war Anfang der Woche zu einem mehrtägigen Besuch in China eingetroffen. Nach Einschätzung von Experten diente die Reise dazu, sich vor dem geplanten nächsten Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump mit der chinesischen Führung abzustimmen.

Nordkorea ist international weitgehend isoliert. China ist der engste Verbündete Pjöngjangs und ein wichtiger Akteur in den Verhandlungen über die atomare Abrüstung in Nordkorea. China sei bereit eine "positive und konstruktive Rolle" bei der Denuklearisierung der Halbinsel zu spielen, sagte Xi.

Wie die KCNA berichtete, nahm Xi eine Einladung Kims an, Nordkorea "zu geeigneter Zeit" zu besuchen. Es wäre die erste Reise des chinesischen Staatschefs seit er 2012 an die Macht kam.

Südkorea will helfen

Die Verhandlungen über die Denuklearisierung Nordkoreas waren zuletzt ins Stocken geraten. Nach Angaben von US-Präsident Trump beraten Pjöngjang und Washington nach dem historischen Gipfel im vergangenen Juni in Singapur derzeit über ein zweites Treffen. Zuletzt hatte Kim in seiner Neujahrsansprache mit einer Kursänderung gedroht, sollten die USA die Strafmaßnahmen gegen sein Land aufrecht halten.

Südkoreas Präsident Moon Jae In erklärte unterdessen, Seoul werde versuchen, das Problem der internationalen Sanktionen gegen Pjöngjang "so bald wie möglich" zu beheben. Die Bedingungen für wichtige Wirtschaftsprojekte zwischen den beiden koreanischen Staaten seien "bereits erfüllt", sagte Moon bei einer Pressekonferenz in Seoul.

(bl/afp)