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China riegelt wegen Covid-19 Teile von Peking ab

13.6.2020 17:39 Uhr

Eigentlich dachte China, der Kampf gegen das Coronavirus Covid-19 sei gewonnen. Doch nun erschüttern Corona-Nachrichten über neue Absperrungen das Land der Mitte. In Peking musste nach einem erneuten Aufflammen an Infektionen elf komplette Wohngebiete abgesperrt werden.

Doch nicht die Wohngebiete wurden in Peking gesperrt. Es betraf ebenso neun Schulen und Kindergärten, die erneut geschlossen werden mussten. Im Bezirk Fengtai wurden gar Notstandsmaßnahmen ausgerufen. Doch woher und wie kam der erneute Ausbruch zustande? Die chinesischen Behörden nennen einen Großhandel als Übertragungsquelle. 45 Neuinfektionen lassen sich Einkäufern des Marktes zweifelsfrei zuordnen.

Reiseverbot innerhalb der Provinzen in China

Am Samstag meldete sich auch der verantwortliche CEO des Marktes zu Wort. Im Markt Xinfadi sei festgestellt worden, so der Bericht der "Beijing News", dass Schneidbretter als "Virenüberträger" fungierten. Darauf sei Import-Lachs zubereitet worden und auf den Brettern fanden sich Virenanhaftungen. Das führte dazu, dass diverse Grossisten Lachs aus dem Programm nahmen, nachdem der Ausgangsmarkt geschlossen wurde.

Auf die Behörden kommt nun eine große Testwelle zu. Rund 10.000 Personen sind als potenzielle Virenträger ausgemacht worden und die müssen alle getestet werden. Um einem Ausbruch vorzubeugen, haben die Behörden alle Reisen in andere chinesische Provinzen untersagt und sämtliche Sport-Events abgesagt. Für China ist das ein herber Rückschlag, nachdem zuletzt seit rund zwei Monaten keine neuen Covid-19-Fälle gemeldet wurden.

(ce)

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