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China plant Öffnung für Banken und Versicherungen

1.5.2019 11:35 Uhr

China will dem finanziellen Risiko entgegenwirken, das durch eine Ausweitung des Handelsstreits mit den USA entstehen kann. Dafür soll im Land der Mitte der Finanzsektor für Ausländer interessanter gestaltet werden - durch eine Öffnung für ausländische Banken und Versicherer. Eine Ausweitung des Produktportfolios bei den Finanzdienstleistungen könnte helfen, der Konjunkturabkühlung in China entgegenzuwirken.

Inmitten der Gespräche im Handelsstreit mit den USA hat China eine weitere Öffnung für Banken und Versicherer zugesagt. Dazu würden in Kürze zwölf Maßnahmen erlassen, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde am Mittwoch mit, ohne einen konkreten Zeitrahmen dafür zu nennen. Dazu zähle eine Lockerung der Auflagen zur Gründung einer Banken-Sparte in China und zum Aufbau von Filialen sowie im Handel mit der Landeswährung Yuan. China hatte bereits mehrfach angekündigt, den Finanzsektor zu öffnen. Damit will die Führung in Peking unter anderem das Angebot an Finanz-Produkten und -Dienstleistungen verbessern und angesichts der Konjunkturabkühlung für mehr Stabilität in dem Bereich sorgen.

Lange geforderte Öffnung seitens der Finanzdienstleister

Die USA und die EU fordern seit längerem eine Lockerung der chinesischen Restriktionen für ausländische Firmen und einen gleichberechtigten Marktzugang. Dies ist auch Teil des von US-Präsident Donald Trump angefachten Handelstreits mit China. Er wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken und Beschränkungen für ausländische Unternehmen sowie Diebstahl geistigen Eigentums vor. Jüngste Gespräche von US-Finanzminister Steven Mnuchin für eine Lösung in dem Streit gingen am Mittwoch in Peking zu Ende und sollen in der kommenden Woche in Washington fortgesetzt werden

(ce/Reuters)