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China: Menschenrechtsanwalt Wang zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

28.1.2019 7:13 Uhr

Wang Quanzhang wurde in der nordchinesischen Stadt Tianjin der "Subversion" gegen die Staatsmacht schuldig gesprochen. Auch seine politischen Rechte wurden dem Anwalt für fünf Jahre entzogen. Da er bereits seit mehr als drei Jahren in Haft sei, wird erwartet, dass er in etwas mehr als einem Jahr wieder freikommen werde, schrieb die Amnesty-China-Expertin Doriane Lau auf Twitter.

Der Anwalt hatte Aktivisten und Opfer von Landenteignungen vertreten. 2015 wurde er im Zuge einer großangelegten Verhaftungswelle zusammen mit zahlreichen weiteren Regierungskritikern festgenommen.

Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen

Der Prozess fand dann im vergangenen Dezember statt. Die Öffentlichkeit wurde von dem Gerichtsverfahren mit der Begründung ausgeschlossen, es gehe um "Staatsgeheimnisse". Wangs Ehefrau Li Wenzu, die immer wieder öffentlichkeitswirksam seine Freilassung gefordert hatte, wurde faktisch unter Hausarrest gestellt, um sie an einer Teilnahme an dem Prozess zu hindern.

Merkel setzte sich für Wang ein

Der Fall hat international für Aufsehen gesorgt. Die Bundesregierung setzte sich wiederholt für Wang ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) traf bei einer China-Reise im Mai vergangenen Jahres seine Ehefrau.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte Wangs Verurteilung am Montag als "großes Unrecht". Das Urteil sei Teil des fortwährenden Vorgehens der chinesischen Regierung gegen Menschenrechtsanwälte.

(be/afp)

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