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China: Kapitalanforderungen an Banken gesenkt

4.1.2019 13:12 Uhr

Um die heimische Wirtschaft zu stärken will China die Kapitalanforderungen an heimische Banken senken. Der Satz für bei der Notenbank zu haltende Reserven solle insgesamt um einen Prozentpunkt reduziert werden, wie die People's Bank of China (PBOC) am Freitag in Peking mitteilte. Am 15. Januar werde der Satz um 0,5 Prozentpunkte und am 25. Januar noch mal um diesen Wert verringert.

Ziel sei die Stärkung des Wirtschaftswachstums, hieß es weiter. Je weniger Reserven die Banken zurückhalten müssen, desto mehr Kredite können sie an Unternehmen vergeben. Unproblematisch ist diese Vorgehensweise jedoch nicht, denn Experten sehen den riesigen Schuldenberg chinesischer Unternehmen als eines der größten Risiken für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Die Senkung der Kapitalanforderungen werde Liquidität in Höhe von 800 Milliarden Yuan (rund 100 Mrd. Euro) freisetzen, heißt es von der Notenbank. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Währungshüter mehrfach die Anforderungen gesenkt. Mit dem erneuten Schritt dürfte China versuchen, die Folgen des Handelsstreits mit den USA zu mildern und die heimische Verbrauchernachfrage anzukurbeln. Zuletzt gab es vermehrt Anzeichen für eine Abschwächung der Konjunktur.

(an/dpa)