Symbolbild: imago images/China Photo Press

China beherrscht Weltmarkt für Rohstoffe

24.1.2020 7:54 Uhr

Das Land mit den meisten Rohstoffen bleibt nach wie vor China. Dies geht aus einer Analyse der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hervor. Die Volksrepublik steht in der am Donnerstag veröffentlichten Studie der Behörde in Hannover klar auf Platz eins der bedeutendsten Rohstoffstaaten. Deutschland kam in der «Gesamtbedeutung» von 180 betrachteten Ländern auf den 18. Rang.

Dabei flossen die jeweiligen Positionen im Bergbau, in der Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen (Raffinade), bei den abbaubaren Reserven sowie bei den insgesamt vorhandenen Ressourcen ein. Laut den zuletzt verfügbaren Daten aus dem Jahr 2017 ist China nach wie vor auch in der Förderung mineralischer Rohstoffe führend, das Land erreichte hier einen Weltmarktanteil von 18 Prozent. Im Bergbau nahm das Volumen ab, blieb aber vor Australien und Brasilien. Noch deutlicher fiel die Dominanz Chinas in der Raffinade aus, hier kam das Reich der Mitte auf die Hälfte der gesamten Weltproduktion.

Wichtig ist Versorgungssicherheit

Im deutschen Bergbau seien zuletzt besonders Kali- und Steinsalz sowie Kalk wichtig gewesen, berichtete die BGR. Bei der Verarbeitung erklärt sich der 8. Platz in erster Linie aus der Stahlproduktion - neben den Metallen Kupfer, Aluminium, Blei und Zink sowie der Zementbranche. Die BGR untersucht die internationalen Rohstoffmärkte in regelmäßigen Abständen. Als Behörde im Zuständigkeitsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums ist sie auch an der Rohstoffstrategie der Bundesregierung beteiligt. Ein wesentliches Ziel ist es, die Versorgung mit den wichtigsten Grundmaterialien sicherzustellen.

(an/dpa)

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