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Chilene Garin holt sich den Sieg

5.5.2019 18:44 Uhr

Der Chilene Cristian Garin konnte sich nicht gegen Alexander Zverev durchsetzen, auch das Finale gegen den Italiener Matteo Berrettini konnte er für sich gewinnen. In München holte er sich somit seinen zweiten ATP-Titel mit 6:1, 3:6, 7:6 (7:1).

Den Grundstein dafür hatte er im Viertelfinale gelegt, als er gegen den deutschen Favoriten Zverev zwei Matchbälle abwehrte und die Partie danach für sich entschied. Berrettini, der in der Runde der letzten Acht Rekordsieger Philipp Kohlschreiber geschlagen hatte, verpasste indes seinen zweiten Turniersieg 2019 in Serie.

In dem Finale, in dem sich erstmals seit 2001 bei den BMW Open zwei ungesetzte Spieler um den Titel duellierten, wirkte Garin zunächst konzentrierter und spritziger. Das war aber kein Wunder, hatte er nach seinem Halbfinale gegen den Italiener Marco Cecchinato (6:2, 6:4) doch immerhin eine Nacht Zeit, um sich auf das Endspiel vorzubereiten. Berrettini dagegen musste sein Halbfinale gegen Roberto Bautista Agut aus Spanien am Sonntagmorgen austragen, weil es am Vorabend auf der Anlage am Aumeisterweg zu sehr regnete.

Mit einem 6:4, 6:2 warf der Römer den an Nummer vier gesetzten Bautista Agut aus dem Wettbewerb und baute seine Siegesserie auf neun Partien aus. Zuletzt hatte er das ATP-Turnier in Budapest gewonnen.

Youngster-Finale in München

In dem Youngster-Finale fand der 23-Jährige gegen seinen ein Jahr jüngeren Rivalen aus Südamerika im zweiten Satz viel besser in die Partie und agierte als bester Aufschläger des Turniers auch bei den Services souveräner. Garin begann mit Fehlern zu hadern und der Durchgang ging an Berrettini. Im spannenden Entscheidungssatz musste der Tiebreak entscheiden - und da jubelte schließlich der Chilene.

Solche Glücksgefühle hatte sich nach einem verpatzten Frühjahr eigentlich Zverev zum dritten Mal nacheinander holen wollen, um Selbstvertrauen zu tanken vor dem Masters in der neuen Woche in Madrid. Aber auch das mit 524.340 Euro dotierte Turnier in München brachte nicht die Wende für den 22-Jährigen, der in der Weltrangliste um einen Platz nach hinten rutscht und ab Montag Vierter ist. "Es läuft einfach nicht", hatte er nach seinem Aus gegen Garin resümiert.

"Das Turnier diesmal ohne deutschen Sieger ist schon ungewöhnlich", sagte Kohlschreiber nach seinem Viertelfinal-Aus gegen Berrettini - behielt aber nicht ganz recht. Im Doppel holte sich Davis-Cup-Kollege Tim Pütz zusammen mit Frederik Nielsen aus Dänemark den Titel und seinen zweiten Turniersieg auf der ATP-Tour. Das Duo schlug Marcelo Demoliner (Brasilien) und Divij Sharan (Indien) mit 6:4 und 6:2.

(be/dpa)

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