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Chef der Hisbollah kritisiert Verbot in Deutschland

4.5.2020 23:15 Uhr

Hassan Nasrallah, der Chef der Hisbollah, hat das Betätigungsverbot gegen seine Organisation in Deutschland als eine Folge amerikanischen Drucks verurteilt. Die Entscheidung sei zu erwarten gewesen, sagte Nasrallah am Montag in einer Fernsehansprache.

Auch andere europäische Länder unterschieden nicht mehr zwischen dem politischen und militärischen Flügel der Hisbollah. Das sei ein Ausdruck dafür, dass diese Staaten dem "amerikanischen Willen" unterworfen seien. Die deutsche Entscheidung sei "Teil des amerikanischen-israelischen Krieges gegen die Widerstandsbewegungen".

Betätigungsverbot der Hisbollah in Deutschland

Deutschland hatte in der vergangenen Woche ein Betätigungsverbot gegen die schiitische Organisation aus dem Libanon verhängt. Die Hisbollah ist ein enger Verbündeter des ebenfalls schiitischen Irans und bekämpft das Nachbarland Israel. Sie sieht sich selbst als Bewegung, die gegen die USA und Israel Widerstand leistet.

Nasrallah verurteilte die Durchsuchung in vier Bundesländern von Moscheen und Vereinen, die der Hisbollah nahestehen. Die Organisation selbst habe weder in Deutschland noch in anderen Ländern Ableger, erklärte er. Es gebe dort nur Sympathisanten. Deutschland habe keine Belege vorgelegt, dass die Hisbollah Terroraktivitäten unterstütze.

(an/dpa)

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