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CDU-Vorsitz: Ministerpräsident Günther weiß, wen er wählen wird

4.12.2018 12:24 Uhr

Wer kommt nach Merkel? Für Kiels Ministerpräsident ist klar: Annegret Kramp-Karrenbauer soll es sein.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat sich für Annegret Kramp-Karrenbauer als künftige CDU-Vorsitzende ausgesprochen. Er werde die jetzige Generalsekretärin wählen und für sie werben, sagte Günther vor Journalisten in Kiel. "Sie hat ihren Job als Generalsekretärin ausgesprochen gut gemacht."

Günther: CDU muss sich breit aufestellen

Die Entscheidung über die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel an der CDU-Spitze fällt auf dem Bundesparteitag an diesem Freitag in Hamburg. Kramp-Karrenbauer und dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz werden die besten Chancen eingeräumt. Gesundheitsminister Jens Spahn gilt als Außenseiter.

Kramp-Karrenbauer habe auch in den Regionalkonferenzen klargemacht, wie sie sich eine CDU der Mitte vorstellt, sagte Günther. Die CDU dürfe sich nicht auf einen kleinen Markenkern beschränken, sondern müsse eine breit aufgestellte Volkspartei bleiben. "Dafür bietet Annegret Kramp-Karrenbauer aus meiner Sicht die beste Gewähr."

"Es bleibt spannend"

Wichtig sei es auch, die Unterlegenen in die weitere Arbeit einzubinden, sagte Günther. "Wir brauchen wirklich alle drei, um starke Volkspartei der Mitte zu bleiben." Eine Prognose für den Wahlausgang sei schwer. "Es bleibt bis zum Schluss spannend." Kramp-Karrenbauer habe auch deutlich gemacht, dass sie Veränderungen wolle, sagte Günther. Die Mitglieder erwarteten dies auch.

Merkel kandidiert nach 18 Jahren im Amt nicht wieder als Parteivorsitzende. Sie will aber bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 Kanzlerin bleiben.

Auch Arbeitnehmerfügel für AKK

Unterdessen hat sich die Spitze des CDU-Arbeitnehmerflügels ebenfalls hinter Annegret Kramp-Karrenbauer gestellt. In einem Brief an die Delegierten der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) für den CDU-Parteitag schreibe der CDA-Vorsitzende Karl-Josef Laumann, er sei "sehr froh, dass zumindest Annegret Kramp-Karrenbauer unsere inhaltlichen Gedanken bereits aufgenommen hat", berichtet "Focus Online".

Im Gespräch mit dem CDA-Vorstand habe die CDU-Generalsekretärin "viele unserer Sorgen" geteilt und sich für "konkrete Änderungen" ausgesprochen, wird Laumann weiter zitiert. "Da macht sich bemerkbar, dass sie bereits seit fast 30 Jahren Mitglied der CDA ist und ein Gespür für unsere Herzensthemen hat."

(sis/dpa/afp)