CDU versteht den Osten nicht

12.8.2019 17:16 Uhr

Nach Ansicht des Ostbeauftragten der Bundesregierung Christian Hirte hat die CDU die Stimmungslage der Bürger im Osten nicht aufgegriffen. Seine Partei habe nicht zeigen können, dass sie deren Interessen im Blick habe, sagte Hirte am Montag dem SWR. «Wenn Sie sich etwa die Europawahl anschauen, kann man ja kaum behaupten, dass wir politisch alles richtig gemacht hätten.»

Viele Menschen im Osten, insbesondere im ländlichen Raum, täten sich schwer mit politischen Grundentscheidungen in den Bereichen Mobilität, Energie, Klimaschutz und Integration, sagte Hirte weiter. Das seien Punkte, wo die Bürger «sich nicht nur aufgehoben gefühlt haben bei der CDU». Und da helfe es auch nicht, «immer schöner und besser zu erklären».

Immernoch große Unterschiede zwischen Ost und West

Es gebe erhebliche Unterschiede im Osten und Westen, was die Struktur angehe. So sei der Osten deutlich ländlicher, viel kleinteiliger, es fehlten die ganz großen internationalen Player, die auch attraktive, hoch bezahlte Jobs anböten. Hier sei die Politik in der Verantwortung, Benachteiligungen anzugehen, sagte der CDU-Politiker. «Wenn es etwa geht um Mobilität, wenn's geht um Energie- und Klimaschutz, aber auch, das will ich zugestehen, um den Bereich Migration, sind das doch Punkte, wo Bürger sich in den letzten Jahren nicht nur aufgehoben gefühlt haben bei der CDU.»

(an/dpa)

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