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CDU-Politiker Meiser wegen Untreue verurteilt

7.3.2019 16:19 Uhr

Wegen Untreue und Vorteilsgewährung ist der frühere saarländische Landtagspräsident Klaus Meiser und CDU-Politiker zu einer Strafe von einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt worden.

Die Strafe wurde zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, wie eine Sprecherin des Landgerichts Saarbrücken am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Darüber hinaus wurde der 64-Jährige in der Affäre um den saarländischen Landessportverband zu einer Geldauflage von 60.000 Euro verurteilt. Bereits vorab hatte der CDU-Politiker zugestimmt, weitere 60.000 Euro an den Landessportverband zu zahlen, dessen Präsident er bis Ende April vergangenen Jahres war.

Meiser räumt die Vorwürfe ein

In dem Prozess ging es unter anderem um zwei Vorwürfe: So bot der Landessportverband an, die Feier zum 70. Geburtstag von Landesinnenminister Klaus Bouillon (CDU) zum Teil zu bezahlen, was dieser abgelehnt haben soll. Zudem hatte Meiser seine Lebensgefährtin beim Verband beschäftigt und dies geheim gehalten.

Zum Verhandlungsauftakt Ende Februar einigten sich die Beteiligten auf eine Absprache, in deren Rahmen Meiser die Vorwürfe einräumte. Meiser war wegen der Vorwürfe im Februar vergangenen Jahres als Landtagspräsident zurückgetreten. Im Dezember legte er auch sein Landtagsmandat nieder.

(sis/afp)