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Cavusoglu: Türkei will sich mit Griechenland an einen Tisch setzen

8.9.2020 19:56 Uhr

Griechenland habe auf eine aggressivere Linie in Bezug auf die anhaltenden Spannungen im östlichen Mittelmeer umgeschwenkt, da man an psychologischer Überlegenheit verloren habe, sagte der Außenminister der Türkei, Mevlüt Cavusoglu, wie Hürriyet Daily News berichtet. Der türkische Außenminister habe zudem Ankaras Bereitschaft signalisiert, mit Athen am selben Tisch zu sitzen, falls die griechische Seite ebenso den Willen dazu aufbringe.

"Wenn Griechenland zuversichtlich ist und den Mut hat, dann sitzt es am Verhandlungstisch und sagt, das, was es denkt, direkt vor allen Leuten. Dort haben wir natürlich auch viel zu erzählen", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kongolesischen Amtskollegen Jean-Claude Gakosso am 8. September 2020 in Ankara. "Es ist wichtig, aufrichtig und mit Prinzipien zu handeln."

Cavusoglu: "Wir sind für Verhandlungen, aber Griechenland ist nicht da"

Cavusoglu bekräftigte, dass die Türkei seit langem ihren Willen zum Ausdruck gebracht hat, alle Probleme mit Griechenland zu verhandeln, aber Athen habe mehrere Initiativen für ein direktes Gespräch mit Ankara abgelehnt. Das wäre auch beim jüngsten Versuch von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg festgestellt worden. "Griechenland hat gezeigt, dass es den Dialog nicht befürwortet, da es die jüngsten Vermittlungsversuche zwischen Ankara und Athen abgelehnt hat", sagte der Minister laut Hürriyet Daily News. "Wir sind für Verhandlungen, aber Griechenland ist nicht da."

Die Türkei erklärt ihre Position bezüglich der anhaltenden Meinungsverschiedenheit mit Griechenland im Einklang mit dem Völkerrecht, indem sie aufzeigt, wie ähnliche Streitigkeiten in der Welt gelöst wurden und wie Griechenland ähnliche Probleme mit anderen Küstenländern behandelt, sagte Cavusoglu. "Da sie sowohl auf dem Feld als auch am Tisch an Boden einbüßten und auch an psychologischer Überlegenheit verloren haben, ist Griechenland aggressiver geworden. Griechenland ist nicht aufrichtig und auch die EU-Länder haben langsam genug davon, weil die griechische Seite die EU als Geiseln genommen hat", erklärte Cavusoglu.

(ce)

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