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Cavusoglu: Erweiterung griechischer Staatsgewässer in der Ägäis ist Kriegsgrund

30.8.2020 10:19 Uhr

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte in einem Fernsehinterview am Samstag, dass die Erklärung Griechenlands, ihre Seegrenze auf 12 Meilen erweitern zu wollen, ein Grund für einen Krieg sein könne. "Wir werden Griechenland nicht erlauben, die Seegrenze von sechs auf zwölf Meilen zu erweitern."

Im Interview auf dem türkischen Fernsehsender A Haber sagte Cavusoglu, dass Griechenland sich in seinen rechtmäßigen Gebieten im Ionischen Meer bewegen kann. "Allerdings können sie ihre Grenze in der Ägäis nicht auf 12 Meilen erhöhen." Er erklärte, dass einige Länder die Türkei für die Spannungen im östlichen Mittelmeerraum verantwortlich machen wollen, und dass die Türkei angesichts der Sanktionsdrohungen der Europäischen Union mit einigen europäischen Ländern gesprochen habe. "Sie sind sich einig, dass wir im Recht sind", sagte er unter Bezugnahme auf diese europäischen Länder, ohne sie genau zu benennen.

Die türkische Regierung bestreitet den Anspruch Griechenlands auf ausschließliche Rechte in den Gewässern, in denen das türkische Forschungsschiff arbeitet, und argumentiert, dass Inseln nicht in die Berechnung der Seegrenzen zwischen Ländern einbezogen werden sollten. Ankara hat auch die einseitigen Bohrungen der griechisch-zyprischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum konsequent angefochten und vertritt die Meinung, dass Nordzypern ebenfalls Rechte an den natürlichen Ressourcen in der Region habe.

(be)

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