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Cavusoglu: Die EU kann die Türkei nicht zum Rückzug aus Syrien "drängen"

14.10.2020 11:35 Uhr

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu und seiner schwedischen Amtskollegin Ann Linde kam es zu einem scharfen Schlagabtausch zwischen den beiden, nachdem Linde die Türkei dazu "drängte" (to urge), sich aus Syrien zurückzuziehen.

"Sie 'drängen' die Türkei zu einem Rückzug aus Syrien. In der Diplomatie nutzt man nicht das Wort "drängen", da es herablassend klingt. Man sagt "dazu aufrufen", aber nicht "drängen"", so Cavusoglu am Dienstag. "Wer hat ihnen die Macht gegeben, die Türkei zum Rückzug aus Syrien zu drängen oder dazu aufzufordern? Hat das Regime in Syrien Schweden oder der EU eine solche Genehmigung erteilt?", fragte Cavusoglu die Außenministerin Schwedens. Diese antwortete, dass sie sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz nicht auf eine Debatte einlassen wollen würde.

PKK ist eine Terrororganisation

Seine Reaktion folgte, nachdem Linde die Türkei aufgefordert hatte, sich aus dem Nordosten Syriens zurückzuziehen, um die Bedingungen für den Kampf der YPG gegen den IS zu verbessern. Linde erinnerte daran, dass Schweden und die Türkei beide Parteien der internationalen Koalition gegen den IS waren. Die PKK sei eine von der EU gelistete Terrororganisation, aber die SDF (Syrian Democratic Forces) stehe nicht auf der Terrorliste, betonte Linde.

"PKK, YPG, SDF sind alle gleich. Sie sind Terroristen", sagte Cavusoglu und beschuldigte Schweden, die PKK zu unterstützen. "Wir unterstreichen immer, dass wir hier sind, um in erster Linie die territoriale Integrität Syriens zu schützen. Wir wollen Syrien nicht teilen. Aber Sie verteidigen die PKK, die Syrien teilen will “, fügte er hinzu.

(be)

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