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Cavusoglu: Arbeiten für dauerhaften Waffenstillstand laufen auf Hochtouren

11.3.2020 16:30 Uhr

Wie der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Mittwoch verkündete, arbeite man in der Idlib-Krise weiterhin beidseitig an einem dauerhaften Waffenstillstand in der nordostsyrischen Region rund um Idlib. Momentan suche man sowohl auf türkischer als auch russischer Seite nach Wegen, wie man die Verbindungsstraße M4 sicher wiedereröffnen könne. Zudem versuche man, den momentanen Waffenstillstand in einen dauerhaften Zustand der schweigenden Waffen zu verwandeln.

Der Außenminister stellte sich am Mittwoch vor der Fraktionssitzung der AKP im Parlament in Ankara den Fragen der Journalisten. Auf die Frage nach einer gebrochenen Waffenruhe sagte der Außenminister: "Vor zwei Tagen ist es zu einem kleinen Vorfall gekommen, bei dem einige Scheiben zu Bruch gingen." Man habe die Gegenseite ermahnt, stehe aber sowieso in einem ständigen Austausch miteinander.

Treffen mit russischen Delegierten

Wie Cavusoglu weiterhin mitteilte, führe man Treffen mit einer russischen Delegation. So sei man am Dienstagabend zu Gesprächen bezüglich der Wiedereröffnung der Verbindungsstraße M4 zusammengekommen und werde die Gespräche auch am Mittwoch weiterführen. Man arbeite weiterhin mit Hochdruck daran, aus dem vorläufigen einen dauerhaften Waffenstillstand zu machen.

Reisebeschränkungen für Regierungsmitglieder?

Auf die Frage, ob es Pläne gebe, Auslandsreisen für Regierungsmitglieder auszusetzen, antwortete Cavusoglu: "Viele Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern – wie das geplante Diplomatie-Forum in Antalya – haben wir von uns aus verschoben, bevor ein [Coronavirus-]Fall in der Türkei bekannt wurde. Denn dieser Virus tritt auf der ganzen Welt auf und ähnliche Veranstaltungen werden verschoben oder abgesagt. Allerdings ist für Anfang April ein Treffen der Nato-Außenminister geplant. Sollte dies nicht verschoben werden, planen wir daran teilzunehmen."

Auf der anderen Seite war ein türkisch-polnisch-rumänisches Außenministertreffen in Warschau geplant und für nächsten Dienstag stand ein Termin in Dänemark an. Zudem ist auch ein Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron am 17. März in Istanbul geplant. Hier müsse man sich an den aktuellen Entwicklungen ausrichten. Schließlich seien die großen geplanten Veranstaltungen bereits verschoben worden, so Cavusoglu abschließend.

(be)

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