Hürriyet

Cavusoglu: “Afrika soll in Libyen eine aktivere Rolle spielen”

12.9.2020 14:32 Uhr

Die afrikanischen Länder und die Afrikanische Union sollten laut den Angaben des türkischen Außenministers Cavusoglu am 11. September eine "aktivere Rolle spielen, insbesondere in Libyen.“

Diese Anmerkungen machte der Außenminister der Türkei, Mevlüt Cavusoglu, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem senegalesischen Amtskollegen, Amadou Ba, in Dakar am letzten Tag seiner Westafrika-Tournee. Bei dem Treffen erörterten die beiden Top-Politiker Aspekte der bilateralen Beziehungen und regionale Fragen.

Senegal sei laut Cavusoglu ein wichtiger Akteur für Afrika und die Welt. "Wir haben uns auch über die Situationen in Mali ausgetauscht und freuen uns, dass sich unsere Ansichten vollständig überschneiden.“ Cavusoglu betonte die Wichtigkeit der Wiederherstellung der Verfassungsordnung in Mali und sagte, die Türkei könne das Land und das malische Volk unterstützen.

"Der Übergangsprozess in Mali muss in Zusammenarbeit mit der Zivilbevölkerung und der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (ECOWAS), abgeschlossen werden", so die Angaben von Cavusoglu.

Cavusoglu schrieb nach dem Treffen des Weiteren auf Twitter, die Länder wollten gemeinsam Investitionen entwickeln. "Türkische Geschäftsleute werden weiterhin zum „Emerging Senegal Plan“ beitragen", gab er in den sozialen Medien preis.

Anmerkungen von Ba

Ba sagte: "Wir [Die Regierung im Senegal] wollen das Handelsvolumen mit der Türkei auf 400 Millionen Dollar erhöhen.“ Er stellte fest, dass das Volumen zwischen den beiden Ländern von 2008 bis 2019 von 15 Millionen Dollar auf 250 Millionen Dollar gestiegen sei. Über die gemeinsamen Ansichten berichtete Ba, dass die Beziehung des Landes zu der Türkei auf einer Win-Win-Basis beruhen würde.

Telefonat mit der Regierung in Marokko

Cavusoglu sprach auch mit seinem marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita am Telefon und begrüßte Marokkos Bemühungen in Libyen.

Die libysche Regierung des Nationalen Abkommens, die 2015 im Rahmen eines von den Vereinten Nationen geführten Abkommens nach dem Sturz von Muammar Gaddafi im Jahr 2011 gegründet wurde, sah sich einer Reihe von Herausforderungen gegenüber.

Die Türkei unterstütze hierbei die international anerkannte Regierung mit Sitz in der Hauptstadt Tripolis und eine nicht-militärische Lösung in Libyen.

(gi)

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