imago images / Stefan M Prager

Casinos in Macau wegen Coronavirus geschlossen

4.2.2020 9:16 Uhr

Wie der Regierungschef Ho lat-seng verkündet, müssen sich Zocker in Macau auf harte zwei Wochen gefasst machen. Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus werden die Casinos der chinesischen Sonderverwaltungszone für 14 Tage ihre Pforten schließen, um eine Weiterverbreitung des Virus zu erschweren. Damit wird der Region eine der Kerneinnahmequellen temporär stillgelegt.

Die chinesische Sonderverwaltungszone Macau schließt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zwei Wochen lang ihre Casinos. Dies teilte der Regierungschef von Macau, Ho Iat-seng, am Dienstag mit. Er sprach von einer "schwierigen Entscheidung", die aber notwendig sei, um die Gesundheit der Einwohner von Macau zu schützen. Am Dienstagnachmittag will er mit den Betreibern der Casinos über das weitere Vorgehen beraten.

Zweite Schließung in der Geschichte der Casinos

Macau ist ein beliebtes Ziel von Reisenden aus Festlandchina. Die frühere portugiesische Kolonie ist die einzige Stadt Chinas, in der das Glücksspiel erlaubt ist. Die Glücksspielindustrie ist die wichtigste Einnahmequelle für die Sonderverwaltungszone. Die Casinos in Macau waren bisher erst einmal geschlossen worden, als 2018 ein Taifun über die Stadt hinwegfegte.

Ho rief die Einwohner Macaus wegen des Coronavirus zu besonderer Vorsicht auf. Er empfahl ihnen, nach Möglichkeit zu Hause bleiben und stets Schutzmasken zu tragen. In Macau sind bereits mehrere Menschen an dem Virus erkrankt. In Festlandchina gibt es nach Angaben der Regierung in Peking inzwischen 425 Tote und mehr als 20.000 Kranke durch das Coronavirus. Auch in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong wurde mittlerweile ein erster Todesfall gemeldet.

(ce/afp)

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