epa/Mick Tsikas

Canberra von Buschfeuer bedroht

2.2.2020 0:25 Uhr

Die australische Hauptstadt Canberra ist weiterhin von schweren Buschfeuern bedroht. Das sogenannte Orroral-Valley-Feuer rückte am Samstag den südlichen Vororten gefährlich nahe. "Das Feuer wächst, es kann unvorhersehbar werden", warnte der Regierungschef des Hauptstadtterritoriums, Andrew Barr.

Die Beauftragte für den Katastrophenschutz, Georgeina Whelan, sagte, dass die Brände ihrerseits die Wetterverhältnisse beeinflussten. Sie warnte, dass Autofahren in der Gegend extrem gefährlich sei.

Die Hälfte der Fläche Hamburgs ist abgebrannt

In der Hauptstadt-Region hatten die Behörden am Freitag den Notstand ausgerufen. Die Flammen haben dort schon 35 000 Hektar Land vernichtet, das entspricht knapp der Hälfte der Fläche Hamburgs. In Canberra und Umgebung, wo jetzt Sommer ist, ist es um die 42 Grad heiß und obendrein windig, was die Lage noch verschlimmert. Im Bundesstaat New South Wales, der das Hauptstadtterritorium auf allen Seiten umschließt, brennen derzeit mehr als 60 Feuer.

Insgesamt sind bei den Bränden in Australien seit September schon mehr als 12 Millionen Hektar Land (120 000 Quadratkilometer) verwüstet worden, etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands. Mindestens 33 Menschen kamen ums Leben.

Starke Regenfälle wurden am Samstag aus dem südlichen Bundesstaat Victoria mit der Hauptstadt Melbourne gemeldet. Es regnete allerdings nur im Westen und Süden Victorias, während es im Osten weiter brannte. "Wenn es ums Wetter geht, ist das wirklich eine Erzählung von zwei Staaten", sagte Victorias Katastrophenschutzbeauftragter Andrew Crisp.

(an/dpa)

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