Hürriyet

Canakkale verhängt als erste türkische Großstadt viele Verbote - und das nicht wegen Corona!

10.12.2020 13:03 Uhr

Der Atikhisar-Staudamm, der den Trink- und Nutzwasserbedarf von Canakkale deckt, hat eine Kapazität von etwa 54 Millionen Kubikmetern, verfügt allerdings derzeit nur über ca. 12 Millionen Kubikmeter Wasser. Wegen des erschreckenden Wasserstands hat die Gemeinde von Canakkale nun als erste türkische Großstadt die Verwendung von Wassers in zahlreichen Alltagssituationen verboten.

Die Gemeinde Canakkale hat sich dazu gezwungen gefühlt, aufgrund des niedrigen Wasserpegels im Atikhisar-Staudamm strenge Maßnahmen zu ergreifen. Es wurde beschlossen, dass das Trink- und Nutzwasser des Dammes nicht mehr für die Reinigung von Teppichen, Autos, Vorder- und Innenräume von Häusern sowie Arbeitsplätzen genutzt werden darf.

Außerdem wurde entschieden, dass die Bewässerung in Parks, Gärten und landwirtschaftlichen Produktionsgebieten eingeschränkt wird und diese optimalerweise mit Brunnenwasser bewässert werden sollten. Diejenigen, die die Maßnahmen nicht einhalten, müssen mit Strafen rechnen.

Die einzige Hoffnung, wie bei vielen weiteren Dämmen der Türkei, sei Regen und vor allem Schnee, der mit dem Schmelzwasser für steigende Pegel sorgen würde.

(gi)

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