DHA

Canakkale: Mutter von zwei Kindern vom Ehemann erstochen

18.5.2020 11:22 Uhr

Erneut gab es in der Türkei einen Femizid am Wochenende. Im Ort Kursunlu in der Nähe von Canakkale kam es in den frühen Morgenstunden am Montag zu einer Bluttat. Aydin K. erstach seine Frau Fatma K. (44 †) vor den Augen der gemeinsamen Tochter auf offener Straße, nachdem Mutter und Tochter von der Nachtschicht in einer Fabrik kamen, wo sie gemeinsam arbeiteten. Das Ehepaar lebte in Scheidung.

Fatma K. (44 †), Mutter von zwei Kindern, wurde am frühen Montag um 2.40 Uhr Ortszeit auf offener Straße von ihrem getrennt lebenden Ehemann Aydin niedergestochen. Fatma K. verließ die Nachtschicht in der Fabrik, wo sie mit ihrer 19-jährigen Tochter gemeinsam arbeitete und fuhr mit dem Shuttlebus zum Haus ihrer Mutter im Dorf Kursunlu, wo sie nach der Trennung vom Ehemann mit ihren beiden Kindern lebte. Aydin K. passte seine Frau und die gemeinsame Tochter auf der Straße ab und begann mit Fatma K. zu streiten. Die Tochter versuchte den Streit runterzufahren, was ihr nicht gelang. Währenddessen griff Aydin K., der ein Messer mit sich führte, seine Frau Fatma K. an. Die Tochter hatte noch versucht, sich schützend vor ihre Mutter zu stellen. Das junge Mädchen lief schließlich in Panik und Angst zu ihrer Großmutter, um die Behörden zu verständigen, während Aydin auf seine Frau einstach und dann flüchtete, als seine Frau blutend am Boden lag.

Mutmaßlicher Täter führte Tatwaffe bei Verhaftung bei sich

Die Gendarmerie und ein Rettungsteam wurden zum Tatort gerufen, nachdem sie von der Mutter des Opfers und der 19-jährigen Tochter alarmiert wurden. Vor Ort setzten umgehend die lebenserhaltenden Maßnahmen ein, aber die Stiche von Aydin K. hatten Fatma K. schwer im Bauch- und Brustbereich verletzt. Sie wurde umgehend und lebensgefährlich verletzt ins staatliche Krankenhaus Mehmet Akif Ersoy nach Canakkale verbracht. Die Verletzungen, die Aydin K. seiner Frau auf offener Straße beibrachte, waren allerdings so schwerwiegend, dass seine Ex-Frau noch in der Nacht im Krankenhaus verstarb. Der Leichnam von Fatma K. wurde bereits in die Pathologie nach Bursa gebracht. Eine Oduktion soll die Todesursache gerichtsverwertbar klären.

Den Teams der Gendarmerie gelang es kurze Zeit später Aydin K. aufzugreifen und festzunehmen. Die Tatwaffe führte er noch bei sich. In den ersten Vernehmungen kam ans Tageslicht, dass Aydin K. sich bereits seit Monaten stets in der Nähe seiner Ex-Frau aufhielt und wohl nur auf den "rechten Moment" wartet, sich für die Trennung zu "rächen". Nach der Vernehmung bei der Polizei wird der mutmaßliche Täter ans Gericht überstellt, um von dort in Untersuchungshaft verbracht zu werden.

(ce)

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