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Canakkale, 18. März 1915 – Die Schlacht um Gelibolu

18.3.2019 11:23 Uhr

Die Schlacht um Gelibolu – oder der Canakkale-Krieg – ist eines der bedeutendsten Ereignisse in der türkischen Geschichte.

Die Ereignisse, die zu der großen Schlacht am 18. März 1915 führten, nahmen ihren Anfang im Februar 1915, als Großbritannien und Frankreich einen Angriff auf Istanbul planten, um dem Osmanischen Reich ein Ende zu bereiten. Über Canakkale wollten sie so schnell wie möglich in das Herz des Osmanischen Reichs, Istanbul, gelangen. Doch das sollte ihnen nicht gelingen.

Am 18. März starteten die Truppen ihren Angriff auf die Gallipoli (Gelibolu) Halbinsel. Doch die Osmanischen Seetruppen hatten die Gewässer mit Minen bestückt, die den britischen und französischen Truppen eine herbe Niederlage einbrachten.

Der Anzac-Day

Rund einen Monat später, am 25. April, landeten die alliierten Soldaten an der Küste der Gelibolu-Halbinsel. Die Truppen sollten den Weg freimachen, damit die großen Schiffe über die Straße der Dardanellen bis zur osmanischen Hauptstadt gelangen konnten.


Doch die türkischen Truppen unter der Leitung von Mustafa Kemal Atatürk lieferten ihnen einen erbitterten Kampf. Und ihr Widerstand ließ die Landung an Gelibolu zu einer kostspieligen Niederlage werden.

Zehntausende türkische Soldaten kamen bei der Schlacht ums Leben, gemeinsam mit zehntausenden Europäern, 8.000 Australiern und fast 3000 Neuseeländern. Heute ist dieser Tag als "Anzac"-Day bekannt und ein nationaler Gedenktag in Australien, Neuseeland und Tonga. Auch die Türkei gedenkt diesem Tag seit 1985.

Atatürk über "Mehmets und Johnnys"

Atatürk sagte später über die Schlacht um Gelibolu über die gefallenen Soldaten:

"Diese Helden, die ihr Blut vergossen und ihr Leben ließen... nun liegt ihr im Boden eines freundlichen Landes. Darum ruhet in Frieden. Es gibt keinen Unterschied zwischen den Johnnies und den Mehmet, dort, wo sie Seite an Seite in diesem unseren Lande liegen. Ihr, die Mütter, die ihre Söhne aus weit entlegenen Ländern schickten, wischt weg eure Tränen. Eure Söhne liegen nun an unserer Brust und ruhen in Frieden. Ihr Leben in unserem Land verloren zu haben, macht sie genauso zu unseren Söhnen."

Feierlichkeiten in der Türkei

Tausende feiern den 18. März in der Türkei, sowohl in Canakkale, als auch im Anit Kabir, dem Mausoleum Atatürks. Auch die türkische Regierung nimmt an den Feierlichkeiten teil. So sagte der türkische Präsident Erdogan in einer Rede:

“Die türkische Nation erinnert sich mit großem Stolz an den 104. Jahrestag des Canakkale-Sieges und gedenkt mit Respekt und Dankbarkeit erneut jedem einzelnen Helden, allen voran Mustafa Kemal [Atatürk], der uns dieses Land aus Anlass des 18. März anvertraut hat.

(be/Hürriyet Daily News)

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