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Campino ist jetzt Brite

26.3.2019 14:30 Uhr

Der Sänger der Toten Hosen ist zwar gebürtiger Düsseldorfer, ist aber dank einer englischen Mutter bereits zweisprachig aufgewachsen. Jetzt ist Campino offiziell Brite. Doch der 56-Jährige hat nicht nur zu seiner zweiten (oder ersten?) Heimat eine besondere Beziehung, sondern auch zu seiner Band.

Dazu veröffentlichte der Botschafter Sebastian Wood auf Twitter ein Bild, das ihn beim Händeschütteln mit Campino zeigt. "An Tagen wie diesem liebe ich meinen Job. Ich hatte heute das Vergnügen, die Einbürgerungsfeier für meinen Freund und nun auch Landsmann #Campino vorzunehmen!", schrieb Wood dazu.

Der Düsseldorfer Musiker sei als Sohn einer englischen Mutter sozusagen "schlafender Brite" gewesen, hieß es von der Botschaft. Was Campino zu dem Schritt bewogen hat, blieb zunächst offen.

Mit 80 noch auf der Bühne?

Älterwerden ist für Campino nicht peinlich. Die Band sehe sich selbst beim Altern zu. "Die Toten Hosen haben aber auch nie versucht, das unter den Teppich zu kehren. Wir nehmen es mit auf die Bühne", sagte der 56-Jährige den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Die Band könnten wohl noch spielen, wenn ihre Mitglieder 80 Jahre alt seien, so Campino. Er hoffe allerdings, dass das enge Umfeld die Band davor bewahre.

Seine Band ist für ihn wie eine gut funktionierende Ehe

Mittlerweile sei auf Touren immer ein Physiotherapeut dabei. Das sei jedoch nicht dem Alter, sondern der Professionalität geschuldet. "Jede Sportmannschaft hat einen dabei – und die verfügt über Ersatzspieler. Wenn wir auf riesigen Bühnen hin und her sprinten, tut das mit einer Sehnenzerrung weh", sagte Campino.

Seine Band sei für ihn wie eine gut funktionierende Ehe. Sie alle arbeiteten ständig an ihrer Beziehung. "Eine Zeitlang haben wir uns wöchentlich getroffen, und einer musste kochen", so Campino.

(sis/dpa)