dpa

Buschbrände in Australien wüten weiter - Vier Tote

14.11.2019 12:29 Uhr

Die Ostküste Australiens kämpft weiterhin mit heftigen Buschfeuern. Mindestens vier Menschen haben ihr Leben in den Flammen verloren. Zwei Brandstifter wurden festgenommen.

Bei den Buschbränden in den östlichen Bundesstaaten New South Wales und Queensland ist die Zahl der Todesopfer auf nunmehr vier gestiegen. Bei Löscharbeiten in Kempsey im Bundesstaat New South Wales wurde die Leiche eines Mannes entdeckt.

Dabei handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 58-jährigen Australier, der seit mehreren Tagen als vermisst galt. Zudem nahm die Polizei zwei Verdächtige im Alter von 16 und 20 Jahren als mutmaßliche Brandstifter fest. Viele der Feuer wurden absichtlich gelegt.

12.000 Quadratkilometer Buschland abgebrannt

Durch die Flammen sind in New South Wales und im benachbarten Bundesstaat Queensland bereits mehr als 12.000 Quadratkilometer Buschland abgebrannt. Beide Regionen haben den Notstand ausgerufen. Zum Vergleich: Schleswig-Holstein hat eine Fläche von mehr als 15.000 Quadratkilometern.

In verschiedenen Orten wurden die Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Australiens Ostküste ist auch bei Touristen sehr beliebt. Zuletzt breiteten sich die Brände zumindest nicht mehr in größerem Umfang aus.

Klimawandel verstärkt Buschbrand-Problem

In der Nähe von Wollongong, knapp 80 Kilometer südlich von Sydney, stellte die Polizei einen 20-Jährigen, der einen Buschbrand entfacht hatte. Der Brand sei umgehend gelöscht worden, da die Flammen nur einen kleinen Bereich erfasst hatten. Ein weiterer mutmaßlicher Brandstifter wurde bereits am Mittwochabend im Royal National Park bei Sydney festgenommen.

Normalerweise beginnt die Zeit der Buschbrände in Australien erst im Dezember, wenn auf der anderen Seite der Erdkugel Sommer ist. In diesem Jahr begann sie jedoch schon im Oktober. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Klimawandel das Problem der Buschbrände verstärkt. Sowohl New South Wales als auch Queensland leiden seit längerem unter großer Trockenheit.

(be/dpa)

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