epa/Ahmed Yempabou

Burkina Faso: Mindestens 46 Tote bei Ausschreitungen

4.1.2019 23:11 Uhr

Im westafrikanischen Burkina Faso sind bei ethnischen Unruhen mindestens 46 Menschen getötet worden.

Wie die Regierung am Freitag mitteilte, ging der Gewalt ein mutmaßlicher Anschlag von Dschihadisten im Dorf Yirgou im Bezirk Barsalogo voraus. Dabei seien in der Nacht zum Dienstag sieben Menschen getötet worden, darunter der Dorfvorsteher. Auf der Suche nach den Attentätern sei es in den Folgetagen zu Zusammenstößen zwischen Angehörigen zweier ethnischer Gruppen gekommen. Insgesamt seien 46 Menschen getötet worden.

Den Angaben zufolge griffen Dorfbewohner, die dem Volk der Mossi angehören, ein nahegelegenes Lager von Fulani-Nomaden an. Sie warfen ihnen vor, Komplizen der Attentäter zu sein.

Vermehrt Anschläge von Dschihadisten

Die Mossi sind die Mehrheitsethnie in Burkina Faso. In dem Land kommt es seit 2015 häufiger zu tödlichen Angriffen von Dschihadisten. Dabei wurden bislang mehr als 270 Menschen getötet.

(an/afp)