Hürriyet

Bunte Drachen über den Dächern von Mardin

13.5.2020 16:42 Uhr

Jeden Tag um eine bestimmte Uhrzeit lassen Bewohner der südöstlichen Provinz Mardin Drachen steigen.

Das Drachensteigen gehört seit Jahrhunderten zur Tradition in Mardin, doch in den letzten zwei Monaten gab es einen regelrechten Boom von Drachen über den Dächern aufgrund der Corona-Krise.

Ein Bewohner der Provinz, Abdüselam Demir, meinte, mit dem Fliegenlassen der Drachen würden sie nun nicht nur die Tradition weiterführen, sondern auch die Langeweile der Selbstisolation bekämpfen. Yasin Sarac, ein weiterer Bewohner, gab des Weiteren stolz von sich Preis, dass sein Drache mit einer fünf Kilometer langen Schnur vom benachbarten Syrien aus sichtbar gewesen sei.

Verbot in Adana

Letzte Woche wurde das Drachenfliegen in der südlichen Provinz Adana jedoch nach einigen Vorfällen verboten, bei denen sich die Drachen in Freileitungen verhedderten und so für Stromausfälle sorgten. Um die Gesundheit von Menschen nicht zu riskieren, die in Krankenhäusern oder Zuhause auf den Strom angewiesen sind - beispielsweise, weil sie an Sauerstoffgeräten hängen - wurde das Verbot erlassen.

(gi)

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