imago images / Jochen Tack

Bundesweite Razzien bei Banken, Steuerkanzleien und Privatwohnungen

15.5.2019 12:19 Uhr

Am Mittwoch wurden auf Bestreben der Frankfurter Staatsanwaltschaft bundesweite Razzien in Geschäftsräumen von Banken, Steuerkanzleien und Privatwohnungen durchgeführt. Die Durchsuchungen stünden in Zusammenhang mit der zweitägigen Razzia bei der Deutschen Bank Ende November letzten Jahres.

Damals hatten die Strafverfolgungsbehörden den Hauptsitz der Deutschen Bank durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht auf Steuerhinterziehung gegen mehrere vermögende Privatleute.

Erkenntnisse aus "Offshore Leaks"

Insgesamt würden acht Wohnungen, elf Banken und Sparkassen, die Büros von vier Steuerberatern und sechs Vermögensverwaltern unter anderem in Hamburg, Bad Tölz, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Aachen, Köln und auf Sylt durchsucht. Die Maßnahmen dauern laut Staatsanwaltschaft an. Auslöser für die ursprüngliche Razzia bei der Deutschen Bank waren Erkenntnisse aus den sogenannten "Offshore Leaks", bei denen es um weltweite Geldschiebereien von teilweise prominenten Persönlichkeiten ging.

Die acht Personen im Fadenkreuz der Behörden sollen jeweils mit Hilfe einer ehemaligen Tochtergesellschaft der Deutschen Bank auf den Britischen Jungferninseln Gesellschaften in Steueroasen gegründet haben, um Kapitalerträge vor dem deutschen Fiskus zu verbergen und somit Steuern hinterzogen haben. Die Deutsche Bank wollte die neuen Durchsuchungen zunächst nicht kommentieren.

(be/Reuters)