Symbolbild: imago/Hartenfelser

Bundeswehrpilot nach tödlichem Tankunfall verurteilt

25.3.2019 15:57 Uhr

Knapp ein Jahr nach einem tödlichen Unfall mit seinem Hubschrauber ist ein Bundeswehrpilot verurteilt worden. Wegen fahrlässiger Tötung des 60-jährigen Flughafenmitarbeiters verurteilte das Amtsgericht Haßfurth den zur Tatzeit 42-jährigen Piloten zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen, wie das Oberlandesgericht Bamberg am Montag mitteilte. Die Verurteilung sei bereits rechtskräftig.

Der Pilot hatte mit den Rotorblättern ein Flughafengebäude gestreift. Umherfliegende Trümmerteile des Rotors trafen den Flugplatzmitarbeiter, der an den schweren Verletzungen starb.

Unfall verursacht durch mehrere Fehler des Piloten

Zu dem Unfall kam es demnach durch mehrere Fehler des Piloten. So habe er sich einweisen lassen, obwohl der Flugplatzmitarbeiter außerhalb des Sicherheitsbereichs stand. Der Pilot hätte laut Urteil auch erkennen können und müssen, dass es sich bei dem Einweiser nicht um einen offiziell dazu beauftragten und befugten Mitarbeiter handelte. So sei er dessen Zeichen gefolgt und dabei dann mit dem Gebäude kollidiert.

Das Gericht warf dem Piloten auch vor, den Flughafen in Haßfurth zum Betanken angeflogen zu haben, obwohl dort nur Flugzeuge zugelassen waren. Es habe weder eine Allgemeingenehmigung für die Bundeswehr noch eine Einzelgenehmigung für diesen Flug vorgelegen. An der Flugstrecke des Piloten hätten sich vier zur Betankung geeignete alternative Flughäfen befunden, die er mit einem Zeitverlust von maximal sieben Minuten hätte ansteuern können.

(gi/afp)