Symbolbild: epa/Felipe Trueba

Bundesregierung kritisiert China

26.11.2019 12:47 Uhr

"Mit größter Sorge" hat die Bundesregierung auf neue Enthüllungen über die Verfolgung der muslimischen Uiguren in China reagiert. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte am Montag, man sei seit geraumer Zeit mit der chinesischen Führung in "sehr ernstem Gespräch" über das Thema und fordere eine Verbesserung der Menschenrechtssituation sowie den Zugang internationaler Experten zu der von den Uiguren bevölkerten Region.

Sanktionen gegen China sind allerdings nicht geplant, ebensowenig wie eine Einflussannahme auf deutsche Unternehmen, die in der Region investieren wollen.

Bis zu einer Millionen Uiguren in Umerziehungslagern

Am Sonntag hatte das Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) Dokumente veröffentlicht, die von der Kommunistischen Partei Chinas stammen sollen und die Anleitungen zur massenhaften Internierung der muslimischen Minderheit in Nordwestchina enthalten. Nach Schätzungen von Menschenrechtlern sind Hunderttausende bis eine Million Uiguren in solche Umerziehungslager gesteckt worden.

(an/dpa)

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