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Bundesregierung hebt ihre Konjunkturprognose an

28.1.2020 17:46 Uhr

Die Wachstumsprognose für das Jahr 2020 hat die Bundesregierung nun leicht nach oben korrigiert. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf Koalitionskreise berichtete, wird im Jahreswirtschaftsbericht mit einem Wachstum von 1,1 Prozent gerechnet. Dies wurde der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Regierungskreisen bestätigt.

Im vergangenen Herbst hatte die Regierung noch ein Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,0 Prozent für 2020 erwartet. Zuvor hatten auch "Handelsblatt" und "Spiegel" darüber berichtet. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) legt den Jahreswirtschaftsbericht am Mittwochmittag vor.

In einem Entwurf des Berichts heißt es, Deutschland und Europa stünden vor großen Herausforderungen. Die digitale Transformation verändere die Wirtschafts- und Arbeitswelt grundlegend. Der demografische Wandel verstärke den Handlungsbedarf bei der Gewinnung von Fachkräften und stelle die sozialen Sicherungssysteme vor Herausforderungen. Der Schutz des Klimas erfordere Innovationen und Investitionen, biete aber auch neue Möglichkeiten der Wertschöpfung. Zugleich sei das weltwirtschaftliche Umfeld fragil. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt sei aber weiterhin positiv, heißt es im Entwurf, welcher der dpa vorlag.

Geringes Wachstum 2019

Im vergangenen Jahr war Europas größte Volkswirtschaft nur noch um 0,6 Prozent gewachsen, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitgeteilte hatte. Es war das schwächste Plus seit sechs Jahren und deutlich weniger als noch 2018 mit 1,5 Prozent. Spuren hinterließen unter anderem globale Handelskonflikte.

Die Bundesregierung ist mit ihrer Prognose zuversichtlicher als etwa der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Dieser rechnet für 2020 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 0,5 Prozent. Ein Großteil davon - rund 80 Prozent - ergebe sich allerdings aus der vergleichsweise hohen Zahl an Arbeitstagen 2020, wie der BDI Mitte Januar mitgeteilt hatte. Vor allem für die Industrie sei die Lage schwierig.

(an/dpa)

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