imago images/IPON

Bundesratspräsident mahnt an deutsche Schuld in Windhuk

16.7.2019 20:11 Uhr

Am Dienstag hat Bundesratspräsident Daniel Günther (CDU) in Namibia an Verbrechen deutscher Truppen in der damaligen deutschen Kolonie Südwestafrika erinnert. "Die Schrecken, die Deutsche Anfang des 20. Jahrhunderts an den Menschen dieses Landes, insbesondere an den Herero und Nama verübt haben, bleiben unvergessen", sagte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident nach Angaben der Kieler Staatskanzlei am Dienstag in Windhuk.

"Die Folgen der damaligen Verbrechen wirken bis heute nach", sagte Günther im Nationalrat, dem Oberhaus des namibischen Parlaments. "Die damaligen im deutschen Namen begangenen Gräueltaten waren das, was heute als Völkermord bezeichnet würde."

Herero und Nama verlangen finanzielle Entschädigung

Das Deutsche Reich war von 1884 bis 1915 Kolonialmacht im heutigen Namibia. Die Herero verlangen vom Bundestag eine Entschuldigung für die Verbrechen und wie die Nama eine finanzielle Wiedergutmachung.

Günther sagte vor Journalisten, die Bundesregierung bemühe sich um ein gemeinsames Vorgehen in der Aufarbeitung der Geschichte. Er hoffe, dass es bald positive Ergebnisse gebe, die von beiden Seiten getragen werden sollten. Günther lud eine Delegation des Nationalrates zu einem Besuch Deutschlands sein.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.