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Bundespräsident Steinmeier lobt #FridaysForFuture-Schülerdemos

8.3.2019 11:45 Uhr

Viele Erwachsene hätten noch nicht gemerkt, "dass es fünf vor zwölf ist", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei seinem Besuch eines Schülerprotests für Klimaschutz vor dem Rathaus in Neumünster.

Es war das erste Mal, dass sich der Bundespräsident zu den Freitagsdemos äußerte.

"Wir brauchen junge Menschen wie euch, die sich einmischen"

Es gehe nicht nur um Schutz des Klimas, sondern auch um den Schutz der Weltmeere, sagte Steinmeier. Er verwies auf seine Eindrücke vor zwei Wochen bei seinem Besuch der Galapagos Inseln. Dort trieben Berge von Plastikmüll im Wasser, der zu 90 Prozent von anderen Ländern und Kontinenten stamme. "Deshalb ist es so wichtig, dass ihr Euch zu diesem Thema meldet und immer darauf aufmerksam macht, dass wir was tun. Wir brauchen junge Menschen wie euch, die sich einmischen."

"Ich freue mich, dass ihr euch einsetzt"

Es gebe deutschlandweit viele, die sich derzeit engagierten, würdigte das Staatsoberhaupt. Manche kämpften für Klima und Umwelt, manche gegen Rassismus, manche für die Demokratie und manch andere - "das wird auch immer wichtiger" - für Anstand im Netz. "Ich freue mich jedenfalls, dass ihr euch einsetzt und dass ihr anders seid als diejenigen, die immer nur sagen "man kann ja sowieso nichts tun" - man kann etwas tun."

Die junge schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg habe dies gezeigt. "Ihr seid wahrscheinlich angesteckt durch dieses Engagement, so dass wir uns eigentlich nur herzlich bedanken können, euch ermutigen, das weiter zu tun - innerhalb der Schule natürlich als Thema im Schulunterricht und natürlich auch außerhalb der Schulzeit."

(be/dpa)