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Bundeskanzlerin Merkel stellt sich hinter Schülerproteste #FridaysForFuture

2.3.2019 10:52 Uhr

"Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative ist", sagte Bundeskanzlerin Merkel (CDU) in ihrem Videopodcast. Klimaschutzziele seien nur erreichbar mit Rückhalt in der Gesellschaft.

"Ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen", sagte die CDU-Politikerin.

Schüler und Studenten in Deutschland und aller Welt demonstrieren mittlerweile jeden Freitag unter dem Motto #FridaysForFuture nach dem Vorbild der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg. Thunberg nahm am Freitag an einem Protestmarsch mit mehreren tausend Teilnehmern in Hamburg teil. Das Engagement hat eine Debatte um die Schulpflicht ausgelöst. Merkels Parteikollegin Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) pochte zuletzt auf die Einhaltung.

Aber...

"Ich weiß, dass die Schülerinnen und Schüler sich manches schneller wünschen, zum Beispiel den Ausstieg aus der Kohle", sagte Merkel. Als Regierungschefin erinnere sie aber daran, dass vieles zu bedenken sei." Wir müssen Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft auf der einen Seite mit den Zielen des Klimaschutzes versöhnen."

Die Kohlekommission hatte ein Konzept für einen Kohleausstieg vorgelegt. Die Umsetzung liegt aber bei der Politik. "Man hat sich entschieden, bis 2038 planbar und berechenbar den Kohleausstieg zu bewältigen in Deutschland", erklärte Merkel. "Das scheint aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler vielleicht sehr lange, aber es wird uns sehr fordern und dafür werbe ich, auch dies zu verstehen."

(be/dpa)