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Bundesbankpräsident warnt vor Politisierung der Geldpolitik

25.5.2019 14:23 Uhr

Bundesbankpräsident Jens Weidmann beklagte beim Tag der offenen Tür in der Bundesbank eine zunehmende Politisierung der Geldpolitik. Als Beispiele dafür nannte er federführend die Türkei und die USA. In diesen Ländern wären die Präsidenten bestrebt, Zugriff auf die Notenbanken zu nehmen.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor einer Politisierung der Geldpolitik in manchen Ländern. Dabei müsse man nicht nach Europa schauen, sondern auf die Türkei und in die USA, sagte er am Samstag beim Tag der offenen Tür in der Bundesbank-Zentrale in Frankfurt. "Mir macht natürlich Sorgen die Politisierung der Geldpolitik." Dies und der Umgang mit ihr seien ganz entscheidende Fragen für Notenbanker.

In den USA hat Präsident Donald Trump die Zinspolitik der Federal Reserve zuletzt immer wieder massiv angegriffen und eine Senkung der Leitzinsen gefordert. Bei einem Staatsbesuch in Japan bekräftigte er am Samstag seine Kritik und betonte, wegen der Geldpolitik der Fed sei die US-Wirtschaft weniger stark gewachsen als möglich gewesen wäre. In der Türkei hatte die wiederholte Kritik des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan an der Zentralbank unter Investoren Zweifel geschürt, ob die Währungshüter noch unabhängig agieren können.

(Reuters)

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