afp

Bundesaußenminister Maas reist nach Madeira

18.4.2019 22:54 Uhr

Nach dem traurigen Busunglück auf der portugiesischen Insel Madeira mit zahlreichen deutschen Toten, ist Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Donnerstag an die Unglücksstelle gereist.

Maas legte am Donnerstagabend zusammen mit seinem portugiesischen Kollegen Augusto Santos Silva und dem Vizepräsidenten der Regionalregierung von Madeira, Pedro Calado, einen Kranz nieder. Maas bedankte sich bei den portugiesischen Behörden für die "großartige Zusammenarbeit in einer ganz schwierigen Zeit". Die Bundesregierung arbeite "mit Hochdruck daran, die Verletzten, die transportfähig sind, nach Hause zu bringen, diejenigen, die ums Leben gekommen sind, zu identifizieren, und die Angehörigen zu informieren", sagte Maas. Das sei eine "sehr schwierige Arbeit, bei der keine Fehler gemacht werden dürfen, bei der alles sehr sicher sein muss". Deshalb seien mittlerweile auch Beamte des Bundeskriminalamtes auf dem Weg nach Madeira.

29 deutsche Touristen gestorben

Bei dem Unfall am Mittwochabend nahe der Ortschaft Caniço waren nach Angaben der portugiesischen Behörden 29 deutsche Touristen ums Leben gekommen. 27 Menschen weitere wurden nach Angaben der Nélio-Mendonça-Klinik in Madeiras Hauptstadt Funchal verletzt, unter ihnen waren nach Medienberichten auch der portugiesische Busfahrer und die portugiesische Reiseführerin. 19 Verletzte lagen nach Klinikangaben am Donnerstag noch im Krankenhaus, vier von ihnen auf der Intensivstation.

Kontrolle verloren

Der Unfall auf der besonders bei Deutschen und Briten beliebten Urlaubsinsel ereignete sich nahe dem Dorf Caniço, das zur Gemeinde Santa Cruz gehört. Der Fahrer verlor offenbar in einer engen Kurve die Kontrolle über den mit mehr als 50 Passagieren besetzten Reisebus, der daraufhin eine Böschung hinabstürzte und in ein Haus krachte. Maas war am Donnerstag zusammen mit einem Team von Ärzten, Psychologen und Konsularbeamten des Auswärtigen Amtes nach Madeira gereist, "um selbst mit den Betroffenen zu sprechen".

(be/afp)

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