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Bundesanwaltschaft klagt ranghohen PKK-Funktionär an

26.5.2020 16:17 Uhr

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen ranghohen Vertreter der verbotenen PKK vor dem Oberlandesgericht (OLG) im rheinland-pfälzischen Koblenz erhoben.

Der türkische Staatsbürger habe von 2017 bis 2019 als sogenannter Gebiets- und Regionalverantwortlicher die Aktivitäten der PKK in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland koordiniert, teilte die Anklagebehörde in Karlsruhe mit. Er soll unter anderem Propagandaveranstaltungen und Spendenaktionen mitorganisiert haben.

Bericht an die PKK-Führung?

Der Beschuldigte habe den ihm unterstellten PKK-Kadern Anweisungen gegeben und seinerseits der Europaführung der Partei berichten müssen, erklärte die Bundesanwaltschaft. Ihm werde daher zur Last gelegt, Mitglied einer verbotenen ausländischen Terrororganisation gewesen zu sein. Der Mann wurde Anfang Januar in Frankfurt am Main festgenommen. Die Richter am OLG in Koblenz müssen die Anklage prüfen und über die Eröffnung eines Prozesses entscheiden.

(bl/afp)

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