dpa

Bundesanwaltschaft ermittelt wegen weiterer Bluttat

19.9.2019 11:49 Uhr

Der im Falle der ermordeten Walter Lübcke in Untersuchungshaft sitzende Stephan E. steht anscheinend im Verdacht, einen weiteren Mordversuch verübt zu haben. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

Stephan E. stehe im Verdacht, am 6. Januar 2016 in Lohfelden im Kreis Kassel versucht zu haben, einen irakischen Asylbewerber zu töten, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mit. Er soll dem Mann von hinten mit einem Messer in den Rücken gestochen und ihn dabei schwer verletzt haben. Grund für die Tat soll danach die rechtsextremistische Weltanschauung von Stephan E. gewesen sein, was die Übernahme der Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft ermögliche.

Der CDU-Politiker Walter Lübcke war Anfang Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses im nordhessischen Wolfhagen bei Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. Der rund zwei Wochen nach der Tat festgenommene Hauptverdächtige Stephan E. hatte zunächst ein Geständnis abgelegt, dieses später aber widerrufen.

(be/dpa)

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