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Bund könnten durch Corona-Krise 100 Milliarden Euro Steuern fehlen

9.5.2020 12:29 Uhr

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und die Länder müssen sich wegen der Corona-Krise auf einen dramatischen Einbruch bei den Steuereinnahmen gefasst machen.

Allein in diesem Jahr dürfte der Staat rund 100 Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen als bei der Herbst-Schätzung prognostiziert, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Schätzerkreise berichtete. Der Arbeitskreis Steuerschätzung legt nächste Woche Donnerstag seine neue Prognose vor.

Maue Prognose auch für 2021

Das Bundesfinanzministerium ging zuletzt von Mindereinnahmen in Höhe von rund 82 Milliarden Euro aus, davon circa 33 Milliarden Euro beim Bund. Im nächsten Jahr sehe es dem Bericht zufolge zwar besser aus, dennoch drohten auch hier gewaltige Einbrüche. Steuerschätzer rechnen für 2021 mit 40 bis 50 Milliarden Euro Mindereinnahmen für Bund, Länder und Gemeinden, wie das "Handelsblatt" weiter berichtete. Rund 20 Milliarden Euro könnten davon auf den Bund entfallen.

Die Zahlen seien allerdings mit Unwägbarkeiten behaftet, berichtete die Zeitung weiter. Wohl selten zuvor seien die Berechnungen so schwierig wie in diesem Jahr. Das liege nicht nur am heftigsten Wirtschaftseinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik. Die daraus resultierenden unzähligen Steuerhilfen und -stundungen für Unternehmen machen die Prognosen laut "Handelsblatt" noch komplizierter.

(bl/afp)

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