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Bulgariens Verbandschef zurückgetreten

15.10.2019 16:28 Uhr

Bei dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Bulgarien und England (0:6) kam es zu diversen Rassismus-Vorfällen. Nach Druck von ganz oben - der bulgarische Premierminister Bojko Borissow forderte den sofortigen Rücktritt - ist der bulgarische Fußball-Verbandspräsident Boris Michailow zurückgetreten.

Das gab der Verband BFU am Dienstagnachmittag bekannt. Die Entscheidung resultiere "aus den Spannungen der letzten Tage, die sich nachteilig auf den bulgarischen Fußball und die bulgarische Fußballunion auswirken".

Nur Stunden zuvor hatte der bulgarische Premierminister Bojko Borissow den sofortigen Rücktritt Michailows gefordert, der das Tor der bulgarischen Mannschaft beim sensationellen Erreichen des vierten Platzes bei der WM 1994 hütete.

Rassistische Rufe und Hitlergrüße

Die Partie am Montagabend in Sofia stand zweimal (28., 43.) kurz vor dem Abbruch, weil einige bulgarische Zuschauer durch rassistische Rufe negativ auffielen und der Stadionsprecher die eigenen Anhänger mehrmals zur Mäßigung auffordern musste. Der kroatische Schiedsrichter Ivan Bebek hatte zuvor ein klares Signal gegeben. Zudem waren auf Bildern Zuschauer zu sehen, die den Hitlergruß zeigten.

Michailow und auch Nationaltrainer Krassimir Balakow, ehemaliger Bundesligaprofi, hatten vor dem Spiel beteuert, dass es in Bulgarien kein Problem mit rassistischen Fans gebe.

(be/afp)

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