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Bulgaren müssen nach rassistischen Entgleisungen mit Geisterspiel rechnen

15.10.2019 16:55 Uhr

Weil einige Anhänger der Bulgaren beim EM-Qualifikationsspiel gegen die Engländer (0:6) massiv rassistische Ausfälle zeigten, könnte ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit als Konsequenz drohen.

Artikel 14 der Rechtspflegeordnung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) sieht bei einem wiederholten Fall nämlich ein "Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit und eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro" vor. Die Begegnung in Sofia am Montag stand zweimal (28., 43.) kurz vor dem Abbruch, weil einige bulgarische Zuschauer durch rassistische Rufe negativ auffielen und der Stadionsprecher die eigenen Anhänger mehrmals zur Mäßigung auffordern musste. Der kroatische Schiedsrichter Ivan Bebek hatte zuvor ein klares Signal gegeben. Zudem waren auf Bildern Zuschauer zu sehen, die den Hitlergruß zeigten.

Auf jedem Level inakzeptabel

"Wir können bestätigen, dass englische Spieler während des EM-Quali-Spiels in Bulgarien zum Ziel von rassistischen Gesängen geworden sind", schrieb der englische Verband FA in einer Mitteilung und bat die UEFA, den Fall zu untersuchen: "Das ist auf jedem Level inakzeptabel, und unser Fokus liegt jetzt darauf, unsere Spieler und die Betreuer zu unterstützen." Die UEFA äußerte sich auf SID-Anfrage am Dienstagmorgen zunächst nicht. Die Partie gegen England wurde bereits unter teilweise leeren Rängen ausgetragen, nachdem bulgarische Anhänger in den Spielen gegen Tschechien und den Kosovo im Juni durch rassistische Äußerungen auffällig geworden waren.

(be/afp)

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