epa/Andre Catueira

Bürger stimmen über Präsident und Parlament ab

15.10.2019 14:17 Uhr

Die Bürger von Mosambik beginnen in der historischen Wahl ihre Stimme abzugeben. Die Menschen stimmten am Dienstag über einen neuen Präsidenten, ein Parlament und Provinzparlamente ab. Die Lage in der Hauptstadt Maputo war am Morgen zunächst ruhig, an einigen Wahllokalen hatten sich Schlangen gebildet, wie ein dpa-Reporter berichtete.

Staatschef Filipe Nyusi von der Partei Frelimo, der sich um eine zweite Amtszeit bemüht, gab am frühen Morgen in Maputo seine Stimme ab. "Dies sind die am meisten beobachteten Wahlen jemals in Mosambik, in der Region und womöglich Afrika", sagte er. Sein größter Herausforderer ist Ossufo Momade, der Chef der Oppositionspartei und einstigen Rebellengruppe Renamo.

1992 endete der Bürgerkrieg

In dem Land im Südosten Afrikas herrschen Spannungen. In der nördlichen Provinz Cabo Delgado kommt es immer wieder zu mutmaßlich islamistischen Angriffen. Einige Wahllokale könnten dort nicht öffnen und rund 5400 Wähler seien betroffen, sagte Abdul Carimo, der Leiter der Wahlkommission, am späten Montagabend.

Dies sind die ersten Wahlen seitdem die Frelimo und die Renamo im August ein endgültiges Friedensabkommen unterschrieben. Sie standen sich 15 Jahre lang in einem blutigen Bürgerkrieg gegenüber, der 1992 beendet wurde; in den vergangenen Jahren flammte die Gewalt wieder auf. Die Frelimo ist seit Mosambiks Unabhängigkeit von Portugal 1975 an der Macht.

(an/dpa)

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