DHA

Britisches Weltreise-Ehepaar in Selbstquarantäne auf Parkplatz in Istanbul

7.4.2020 21:08 Uhr

Ein britisches Ehepaar, das sich seit Januar mit seinem Wohnmobil auf Weltreise befindet, befindet sich seit 17 Tagen auf dem Parkplatz einer Sportanlage im historischen Istanbuler Stadtteil Yenikapi in freiwilliger Selbstquarantäne. Die Reise ging nicht weiter, nachdem die türkischen Grenzen aufgrund des Covid-19-Ausbruchs geschlossen wurden.

Das Ehepaar Fisher war 2018 auf Tour gegangen und hatte eine Weltreise mit ihrem Wohnwagen angetreten. Sie nahmen ihre Tour im Januar 2020 mit einer neuen Route wieder auf, als das Coronavirus in vielen Ländern noch nicht aufgetreten war. Als die Pandemie allerdings viele Länder erfasste, die ihre Grenzen abriegeln mussten, erfuhr das Ehepaar, das über Bulgarien in die Türkei kam, dass die türkischen Grenzen im Rahmen von Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ebenfalls geschlossen wurden. Es wurde ihnen auch empfohlen, während ihres Istanbul-Besuchs nicht auf die Straße zu gehen.

Die Fishers wurden auf der Suche nach einer Unterkunft auf dem Parkplatz der Sportanlagen der Gemeinde Fatih Yenikapi untergebracht. Das Paar, dessen Bedarf an Strom und Wasser von der Gemeinde gedeckt wird, befindet sich seit 17 Tagen in Selbstquarantäne und verlässt den Parkplatz nur, wenn dies genehmigt worden ist. Das Paar, das im Wohnmobil lebt, sagte, es sei froh, in dieser schwierigen Zeit in Istanbul zu sein.

Istanbul: Der beste Platz, um während der Epidemie zu stranden

"Die Nachbarn fragen, ob wir etwas brauchen, bieten uns Kaffee und Dessert an. Wir sind sehr glücklich. Wir denken, wir sind am besten Platz, wo wir in dieser Ausnahmesituation sein können", sagten sie. Chris Fisher bemerkte, dass sie vor ungefähr drei Wochen nach Istanbul gekommen waren und dass sie Videos über die Stadt gemacht haben, welche über die Social Media geteilt worden sind. Er sagte weiter, seit die Maßnahmen gegen den Ausbruch des Coronavirus verschärft wurden, seien sie in den letzten 17 Tagen nur zweimal zum Lebensmitteleinkauf gegangen.

Marianne Fisher erklärte, dass sie auf ihren Reisen verschiedene Kulturen erleben und neue Menschen kennenlernen sowie verschiedene Esskulturen hautnah erfahren möchten. Das Wichtigste sei, auf ihren Reisen etwas Neues zu lernen und auch anderen zu lehren. Sie erklärte, dass sie ihre Pläne aufgrund der Coronavirus-Epidemie derzeit nicht realisieren könnten und fügte hinzu, dass sie ihre Reise nach Georgien und dann nach Russland über das Schwarze Meer fortsetzen werden, wenn sich die Situation entspannt. Das Paar hat angekündigt, die Weltreise dort fortzusetzen, wo sie abgereist sind, wenn die Gefahr der Epidemie endet.

(ce)

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