mago images / Frank Sorge

Britische Unternehmen wollen die Türkei nicht verlassen

25.1.2021 8:02 Uhr

Trotz des Brexits wollen britische Unternehmen in der Türkei bleiben. "HSBC, Shell, BP und viele andere haben in der Türkei Geschäfte gemacht. Sie sehen die Türkei als Drehscheibe für ihre inländischen und regionalen Geschäfte, und das wird so bleiben", sagte Chris Gaunt, Vorsitzender der Britischen Handelskammer in der Türkei (BCCT), der staatlichen Nachrichtenagentur "Anadolu".

Gaunt sagte, dass die Türkei vielen Technologie-Bereichen wachse, vor allem im Agrar-Sektor. Hier seien britische Unternehmen bemüht, der Türkei einen Mehrwert zu bieten. In dem Zusammenhang erwähnte er die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Lieferkette. "Vor allem in Südostasien müssen wir diese verstärkt an den heimischen Markt bringen. Bei der Türkei ist das nicht nötig, sie hat alles zu bieten." Gaunt betone zudem, dass Istanbul in den kommenden Jahren ein Finanzzentrum werden soll. Dadurch werde es eine noch engere Beziehung zwischen England und der Türkei geben, "wenn Istanbul sich in diese Richtung bewegt", sagte er.

Freihandelsabkommen im Wert von 20,2 Milliarden Euro

Im Zuge des Austritts von Großbritannien aus der EU unterzeichneten die Türkei und das Vereinigte Königreich am 30. Dezember ein historisches Freihandelsabkommen. Das Abkommen, das einen Wert von mehr als 18 Milliarden Pfund (20,2 Milliarden Euro) umfasst, ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft.

(mb)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.