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Britisch-iranischer Professor aus Gefängnis im Iran entlassen worden

25.12.2018 12:58 Uhr

Der Friedensaktivist und Universitätsprofessor Abbas Edelat ist nach acht Monaten Haft entlassen worden. Er sei bereits zurück in Großbritannien.

Das bestätigte eine Sprecherin des britischen Außenministeriums am Dienstag in London.

Dem Mathematik- und Computerprofessor vom Imperial College in London war Spionage vorgeworfen worden. Im Iran wollte er im vergangenen April an einer wissenschaftlichen Tagung teilnehmen.

Der Professor sei bereits in Großbritannien, teilte die Kampagne gegen Sanktionen und Militärintervention im Iran (CASMII) in London mit. Sie war von Edalat gegründet worden. Die Gruppe sprach von «Desinformationen und Missverständnissen», die zur Festnahme des Friedensaktivisten geführt hätten.

Doppelte Staatsangehörigkeit unbedeutend im iranischen Recht

Seit Jahren stehen Iraner mit doppelter Staatsangehörigkeit, die direkt oder indirekt mit politischen, wirtschaftlichen oder medialen Institutionen im Ausland zu tun haben, im Fokus der iranischen Justiz. Im Iran gilt die Nationalität des Vaters, und die doppelte Staatsangehörigkeit hat im iranischen Rechtssystem keine Bedeutung.

Betroffen davon ist auch Nazanin Zaghari-Ratcliffe aus Großbritannien. Die Mutter einer kleinen Tochter wurde im April 2016 nach einem Familienbesuch im Iran verhaftet. Der Projektmanagerin für die Thomson Reuters Stiftung wird Zusammenarbeit mit westlichen Geheimdiensten vorgeworfen. Der britische Außenminister Jeremy Hunt twitterte zu Weihnachten: «Lasst uns an all jene denken, die unschuldig im Gefängnis sitzen, so wie Nazanin Zaghari-Ratcliffe.»

(be/dpa)