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Brexit: USA und Großbritannien einigen sich über die Zukunft des Derivatehandels

25.2.2019 17:45 Uhr

Der Handel mit Derivaten zwischen den Finanzplätzen in London und denen der USA ist billionenschwer. Doch auch im Falle eines harten Brexit soll er weiterhin reibungslos funktionieren.

Wie die Bank of England und die US-Aufsichtsbehörden am Montag mitteilten, können sich Marktteilnehmer darauf verlassen, dass die entsprechenden Transaktionen zwischen beiden Ländern auch "nach dem Rückzug des Vereinigten Königreichs aus der EU" weitergehen. Beide Seiten würden Maßnahmen unternehmen, um "regulatorische Unsicherheit" zu verhindern.

Täglicher Handel im Wert von 2,4 Billionen Dollar

Der Handel über den Atlantik hinweg mit Derivaten summiert sich nach Angaben des britischen Notenbank-Chefs Mark Carney auf zusammengenommen 2,4 Billionen Dollar pro Tag. Derivate sind Finanzinstrumente, die Banken oder internationalen Unternehmen ermöglichen, sich gegen Risiken wie etwa Schwankungen an der Märkten oder Zinsänderungen abzusichern.

Eine Schlüsselrolle übernehmen dabei sogenannte Clearing-Häuser, bei denen der Derivatehandel abgewickelt wird. Der britische Finanzminister Philip Hammond betonte, dass die USA und Großbritannien "fundamental für das reibungslose Funktionieren des Multibillionen-Pfund-Derivatemarktes" seien. 97 Prozent der zentral "geclearten" Derivate, deren Wert beispielsweise von Aktien oder Handelsgütern abgeleitet wird, würden in London abgewickelt.

(an/afp)