dpa

Bremen ruft Abstiegskampf aus

15.12.2019 23:59 Uhr

Nur 14 Punkte aus 15 Spielen ist definitiv zu wenig für den Anspruch, den Werder Bremen an sich selbst stellt. Auf dem 15. Tabellenplatz ist man nur noch eine Position und zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Der direkte Abstiegsplatz liegt mit drei Punkten Abstand auch in Schlagweite. Darum musste Trainer Florian Kohfeldt der Situation Rechnung tragen, sprach nach der bösen 1:6-Klatsche gegen den FC Bayern München von einer "Scheiß-Saison". An der Weser wurde damit der Abstiegskampf offiziell ausgerufen.

"Das ist eine ziemliche Scheiß-Saison. Jetzt geht es definitiv darum, die Klasse zu halten. Da brauchen wir nicht drumherum zu reden", sagte der 37-jährige Trainer Floria Kohfeldt. Er verließ die Allianz Arena am Samstag irritiert und verärgert zugleich. In der ersten Hälfte habe man die Bayern noch "vor Probleme gestellt" und sei nach der 1:0-Führung durch Milot Rashica bis zur 40. Minute "gut im Spiel" gewesen. Knackpunkt für das Debakel seien dann die zwei Gegentore kurz vor dem Pausenpfiff gewesen. "Das war ein Spiegelbild der Saison." Zumal sich auch noch Verteidiger Theodor Gebre Selassie bei der erfolglosen Rettungsaktion vor dem 1:1 eine schwere Muskelverletzung zuzog und Werder lange Zeit fehlen wird.

Dass sein Team sich bei der 18. Liga-Pleite nacheinander gegen die Bayern in der zweiten Hälfte aufgab und am Ende "ohne Leidenschaft" verteidigte, rügte Kohfeldt. "So wollen wir Werder nicht sehen. Da haben wir aufgesteckt", schimpfte auch Sportchef Frank Baumann. "Es ist jetzt wichtig, dass wir als Mannschaft zusammenbleiben", mahnte Werder-Profi Davy Klaassen vor dem wichtigen Heimspiel gegen Mainz.

(ce/dpa)

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