dpa

Bremen darf nach Sieg auf Europa hoffen

30.3.2019 17:53 Uhr

Da träumt man an der Weser doch wieder vom internationalen Fußball. Mit einer blitzsauberen Leistung gegen den FSV Mainz 05 hat sich Werder Bremen einen 3:1-Heimsieg und damit den Sprung auf einen der begehrten Europapokal-Plätze gesichert. Werder im Glück!

Die in der Rückrunde noch ungeschlagenen Hanseaten besiegten in der Fußball-Bundesliga den FSV Mainz 05 mit 3:1 (2:0) und kletterten in der Tabelle auf Rang sechs. Kruse traf vor 40.711 Zuschauern doppelt (36. Minute/63.) und bereitete das 1:0 durch Milot Rashica (3.) vor. Für Mainz konnte Robin Quaison (52.) nur verkürzen. Die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz muss nach der vierten Niederlage in Serie als Tabellen-13. nach unten gucken.

Hellwache Bremer düpieren die Mainzer

Auch wenn Werder-Trainer Florian Kohfeldt vor dem Spiel noch skeptisch aufgrund der Länderspielpause war, präsentierte sich sein Team sofort hellwach. Vor allem der seit Wochen auftrumpfende Kruse machte da weiter, wo er beim 3:1-Erfolg in Leverkusen aufgehört hatte. Nach einem überragenden Kruse-Pass spielte Rashica Mainz-Torhüter Florian Müller aus und traf zur frühen Bremer Führung. Für Rashica war es in der Rückrunde bereits der siebte Treffer.

Mainz 05 zeigte sich nach dem 0:6 vor der Länderspielpause beim FC Bayern München vom frühen Rückstand keineswegs geschockt. Stürmer Quaison hatte nur vier Minuten später den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schuss ging knapp am langen Eck vorbei. Werder agierte in der Folge zu passiv und überließ den Gästen die Spielkontrolle. Dazu musste Werder-Coach Kohfeldt nach knapp einer halben Stunde Abwehrchef Niklas Moisander verletzungsbedingt vom Platz nehmen. Für ihn kam Sebastian Langkamp.

Kruse ein ständiger Gefahrenherd für Mainz

Während Mainz aus dem Ballbesitz zu wenig machte, blieben die Bremer bei den Kontern über den agilen Kruse immer gefährlich. Nach einer Kombination über Maximilian Eggestein und Ludwig Augustinsson kam der Ball direkt vom Mainzer Abwehrspieler Moussa Niakhaté vor die Füße von Kruse. Der umworbene Offensivspieler sorgte mit einem satten Schuss unter die Latte für das 2:0 (36.).

Kruse sorgte wieder einmal für den Unterschied. Für den 31-Jährigen, dessen Vertrag im Sommer auslaufen wird, war es in den vergangenen fünf Partien die zehnte Torbeteiligung. Angeblich sollen Schalke 04, die Tottenham Hotspur und Inter Mailand Interesse am früheren Gladbacher besitzen. Mit einer Entscheidung von Kruse wird erst am Saisonende gerechnet. Der Einzug in den Europapokal würde Werders Chancen auf einen Kruse-Verbleib deutlich erhöhen.

Wie wichtig Kruse für die Bremer Mannschaft ist, zeigte sich auch nach dem Seitenwechsel. Mainz gelang durch Quaison nach 52 Minuten der Anschlusstreffer. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn im Weserstadion für die Gäste zerstörte Kruse elf Minuten später. Nach schöner Vorarbeit von Rashica erhöhte der Torjäger auf 3:1. Mit dem dritten Sieg in Serie schoben sich die Bremer auf einen Europapokal-Platz und fahren mit viel Rückenwind zum Pokal-Viertelfinale am Mittwoch zum FC Schalke 04.

(ce/dpa)

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